Bio-Heizkraftwerk

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Stahlelemente machen Bio-Heizwerk zum Hingucker

Steel goes green

Das neue Biomasse-Heizwerk in Oberösterreich ist rundum ein Vorzeigeprojekt: umweltfreundlich, nachhaltig und ästhetisch. Es ist auf die Erzeugung umweltfreundlicher Energie ausgelegt und kooperiert eng mit dem dort angesiedelten Folienproduzenten. Darüber hinaus wurden Bauelemente des Unternehmens Hoesch Bausysteme. Die langlebigen und wartungsfreien Bauelemente aus Stahl stehen wiederum für nachhaltiges Bauen.  

Im Gewerbepark Baumgartenberg steht das neue Biomasse-Heizwerk. Dort erzeugt es mit Biomasse aus der Region umweltfreundliche Wärmeenergie. So spart das Heizwerk bis zu 1.600 Tonnen an C02-Ausstoß jährlich ein. Außerdem ermöglicht es eine Synergie mit dem dort angesiedelten Folienerzeuger: Das Heizwerk stellt 220 Grad heißes Wasser für die Produktion von technischen Folien zur Verfügung, und der Folienhersteller speist die ungenutzte Abwärme seiner Anlagen in das regionale Wärmenetz ein. Nach Angaben des Heizwerk-Betreibers reicht die Abwärme aus, um den Wärmebedarf des 2.000 Einwohner großen Ortes in den Sommermonaten abzudecken. Der Anschluss weiterer Großverbraucher, wie das naheliegende Kloster Baumgartenberg ist bereits geplant.

Auch optisch ist das Projekt außergewöhnlich. Der Architekt Gerald Anton Steiner gestaltete die Fassade so, dass sie Bezug auf den CO2-Kreislauf bei der Verbrennung nachwachsender Rohstoffe nimmt. Entsprechend versinnbildlichen Elemente der Fassade die Eigenschaften eines Baumes. „Die Fenster stehen für Durchblicke, die ein Baum durch seine Laubkrone gewährt“, erläutert Steiner, „die aufgesetzten, streifenförmig verlaufenden und schwarzen Stahlblechelemente deuten die Blätter an.“ Integrierte weiße LED-Leuchten sorgen dafür, dass der Betrachter die Lichtkegel unterhalb der schwarzen Streifenelemente nachts und in den dunklen Wintermonaten als Laub erkennen kann. So wie die Stellen zwischen den Blättern einen Durchblick ermöglichen, so bieten die Fenster Einblicke in das Innenleben des Heizwerks. Durch die Fenster, die ohne Bezug auf das Innenleben angeordnet sind, erkennt der Betrachter unter anderem Rohre, Säulen und Schaltkästen.

Für die Fassade verwendete Steiner ein System aus Stahl des Unternehmens Hoesch Bausysteme. „Optisch ist Stahl hervorragend“, betont er, „und aus anderen Projekten weiß ich, wie hochwertig die Hoesch-Produkte sind.“ Für dieses Projekt wählte er das System Hoesch Planeel® Siding im schlichten Weiß aus. „Dieses Produkt schafft hier das gewünschte geschlossene Fassadenbild, eine ebene und glatte Erscheinung.“ Dank der Weiterentwicklung von Hoesch Planeel® Siding zu einem kompletten Fassadensystem konnte die Montagezeit drastisch reduziert werden: Dabei wurden die Fassadenelemente zwängungsfrei in die neue multifunktionelle Hoesch Systemleiste mittels Steckverbindung eingehängt und unsichtbar fixiert. Sonderlösungen wie fassadenbündige Fenster und Tore, wie bei diesem Projekt mit durchgängigem Fugenbild vorgegeben, konnten kostengünstig umgesetzt werden.

Das weiterentwickelte Stahlelement gibt es nicht nur im schlichten Weiß. ReflectionsCinc® und ReflectionsOne® Farbigkeiten erlauben eine vielfältige Fassadengestaltung. Für einen besonderen optischen Effekt sorgt zusätzlich eine „matt-de-luxe“ Beschichtung. Unabhängig von der Farbe: Für eine langanhaltende Ästhetik verfügt Hoesch Planeel® Siding über eine neuartige Zink-Magnesium-Legierung ZM EcoProtect®, die einen dauerhaften Korrosionsschutz gewährleistet. „Damit bleibt die glatte und formschöne Oberfläche lange erhalten“, sagt Steiner.

Im Bio-Heizwerk sind auch andere Produkte zu finden: Hoesch Kassetten, Hoesch Trapezprofile für die Dachkonstruktion und Dacheindeckung sowie Hoesch isorock® vario als feuersichere und temperaturbeständige Einhausung des Pufferspeichers. Mit Bauelementen aus Stahl kann man nicht nur Klima und Ressourcen schonen, sondern auch dazu beitragen dauerhafte Werte zu schaffen und zu bewahren. So ergänzen die Bauprodukte aus Stahl den Beitrag zum Umweltschutz des Biomassen-Heizwerks. Ein rundum vorzeigbares Projekt.

Text:
Daria Szygalski

Architektur:
www.geraldantonsteiner.com

Fotos:
Kurt Kuball, Simon Rümmele

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