Kolomann Seniorenheim

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Österreichs ehrgeizigstes Projekt
St. Koloman – Haus der Generationen

Der Gebäudesektor ist in den EU-Staaten für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und der Treibhausgase verantwortlich.
Die Verbesserung der Energiebilanz wird für viele Bauherren zu einem Muss. Davon profitieren auch die Bauindustrie und Produkte von ThyssenKrupp Steel Europe.

Die Gemeinde Stockerau in Niederösterreich ist stolz, mit „St. Koloman – Haus der Generationen“ im Herbst die bislang größte Passivhaussanierung in Österreich erfolgreich abgeschlossen zu haben, und zwar mit Hoesch Sidingfassade Planeel®.
Die neue Fassade dokumentiert, dass das Produkt von ThyssenKrupp Steel Europe nicht nur optisch ein Hingucker ist, sondern auch höchsten Anforderungen in der Passivhaustechnik standhält.

Der Name macht neugierig: St. Koloman? Der Heilige ist nicht jedem bekannt, in Österreich aber ist er ein Begriff: Koloman war über vier Jahrhunderte der Landespatron von „Österreich ob und unter der Enns“. Noch heute ist er der Patron der Stadtgemeinde Stockerau und von Stadt und Stift Melk in Niederösterreich. Die Legende besagt, dass Koloman auf einer Pilgerreise war, als er wegen des Verdachts, ein Spion zu sein, in der Nähe von Stockerau festgenommen und erhängt wurde. Nach seinem Tod stellten sich zahlreiche Wunder ein, so dass er bald als Heiliger verehrt wurde.

Die Stadtgemeinde Stockerau, 30 Kilometer nordwestlich von Wien gelegen, errichtete 1973 das sechsstöckige Altenwohnheim „St. Koloman“. Als die Sanierung des Gebäudes notwendig wurde, entschied sich 2008 die Stadtgemeinde, in Zusammenarbeit mit dem in Stockerau beheimateten Dämmstoffunternehmen Isover die Sanierung des Gebäudes von einem Niedrigenergie- zu einem Passivhausprojekt anzugehen: „Ein Wagnis, das erhebliche Neuplanungen einschloss und ebenso die Tatsache, dass man sich auf das technische Know-how von Architekt und bauausführenden Firmen absolut verlassen musste“, erinnert sich Bürgermeister Helmut Laab. Das Haus sollte von einem Altenwohnheim zu einem „Haus der Generationen“ werden – mit einem Kindergarten, einem Altentages- zentrum und 32 Wohneinheiten für betreutes Wohnen.

Die Stockerauer erlebten, wie sämtliche Bauteile des Gebäudes bis auf den Rohbau und den Liftschacht abgetragen wurden, eine statische Herausforderung. Neben den Sanierungsarbeiten wurden auch Umplanungen vorgenommen, um der geänderten Nutzung gerecht zu werden. Die Verwendung des Dämmstoffs und die Außenfassade mussten aufeinander abgestimmt werden. In Frage kamen für die Fassade Stein, Glas und Stahl. „Hätten wir uns für Stein und Glas entschieden, hätte dies zu einem höheren Gewicht und damit zu einer höheren Zahl von Ankerpunkten geführt, was bei einem auf Passivhausstandard angelegten Projekt zu einem höheren Wärmeverlust führt“, erklärt Architekt Martin Kuchler vom beauftragten Architektenbüro Kuchler-ZT. Weitere Argumente für die Stahlfassade waren die Langlebigkeit des Materials und die Optimierung der Dämmeigenschaften der verwendeten Produkte.

In Stockerau wurde als Fassadensystem das Produkt Hoesch Sidingfassade Planeel® verwendet. Es bietet besonders wirtschaftlich verlegbare, relativ schmale Flächenbauteile, die sich für einen Neubau ebenso gut eignen wie für die Altbau-Sanierung. Das System lässt sich auf nahezu jedem Untergrund aufbauen. Bei dem St.-Koloman-Projekt war von Vorteil, dass die Dämmstärken bis hin zum angewandten Passivhausstandard integrierbar sind. Die zwischen 200 und 400 Millimeter breiten Elemente können mit bis zu acht Meter Länge horizontal, vertikal und diagonal verlegt werden, so dass Architekten und Planer absolute Gestaltungsfreiheit genießen. Zusätzlich abheben lassen sich die Hoesch® Fassaden mit individuellen Schattenfugen, gelochten Elementen sowie verschiedenen Farbkombinationen der Wandelemente. Die neue Hoesch® Systemleiste ermöglicht eine hochwertige ebene Optik bei gleichzeitig rascher Montage. Hier lassen sich die Wandelemente verdeckt, durchdringungs- und zwängungsfrei befestigen. Als weiterer Vorteil lässt sich eine in diesem Gebäudestandard zwingend erforderliche Winddichtfolie durchgängig und schlitzungsfrei verlegen. Den hochwertigen Charakter der Fassade sichern außerdem speziell gestaltete Lösungen für Gebäudeecken und auf das System abgestimmte Elemente für Attiken.

Die Umsetzung in Stockerau wurde von einem Tochterunternehmen von ThyssenKrupp Steel Europe, der ThyssenKrupp Systembau Austria, übernommen. Bernhard Gittenberger, seitens des Architektenbüros Kuchler-ZT zuständig für die Baubetreuung, lobt die Ausführung: „Wir bekamen von Systembau Austria Werkzeichnungen mit den Fugenteilungen und Balkoneinschnitten sowie Ausführungspläne in Naturmaß. Damit konnten wir planen und dem Bauherrn das Projekt veranschaulichen.“ Die Arbeiten an der Unterkonstruktion begannen im Januar: „Die Mitarbeiter, die in 15 Meter Höhe und bei bis zu minus 15 Grad Celsius die Bohr- und Schraubarbeiten professionell durchführten, verdienen höchste Bewunderung. Ohne diesen Einsatz hätten wir den Baufertigstellungstermin nicht halten können“, sagt Gittenberger. Der Kindergarten wurde bereits im Juni übergeben, ab Oktober erfolgte der Einzug der Senioren in ihre Wohnungen.

„Die Kosten für die Sanierung des Gebäu- des entsprechen etwa dem Betrag, den der Neubau eines Nicht-Passivhauses gekostet hätte“, schätzt Architekt Martin Kuchler. Bürgermeister Helmut Laab beziffert die Kosten auf insgesamt rund 5,8 Millionen Euro und betont, der Zuspruch in der Bevölkerung zu einer Sanierung anstelle eines Neubaus sei groß gewesen; schon immer habe man sich in Stockerau auch mit ökologischen Themen beschäftigt und entsprechende Techniken eingesetzt. Ausgesprochen positiv ist heute die Energiebilanz des Hauses: Im Vergleich zum alten Gebäude wird das Passivhaus weniger als zehn Prozent der ursprünglichen Energiekosten aufweisen. Damit wird das Objekt trotz einer Gesamtnutzfläche von über 4.000 Quadrat- metern einen Energieverbrauch haben, der geringer ist als bei vielen Einfamilienhäusern.

Bürgermeister Helmut Laab ist stolz, dass seine Stadt das Projekt trotz anfänglicher Schwierigkeiten anging und erfolgreich zu Ende führte. Stockerau wird nun nach 998 Jahren Koloman-Legende wieder zu einem Ort, an den es Menschen hinzieht, aber weniger aus religiösen als vielmehr aus berufsspezifischen Gründen: Nationale und internationale Architekten und Ingenieure besuchen nun die Stadt, weil das „Haus der Generationen“ ein Vorzeigebeispiel dafür ist, dass auch mehrstöckige Gebäude aus den 70er Jahren in Passivhäuser umgewandelt werden können. Auch auf der Passivhaus- Messe in Innsbruck wurde das Projekt bereits vorgestellt. „Österreich ist weltweit führend im Passivhaussektor, und wir freuen uns, dazu mit unserem Projekt einen sichtbaren Beitrag geleistet zu haben“, so Helmut Laab. Hinweis:
Nicht alle bildlich gezeigten oder textlich erwähnten Elemente stammen ausschließlich von ThyssenKrupp Steel Euope AG bzw. Hoesch Bausysteme.

Textquelle: Dr. Bettina Wieß, Wirtschaftsjournalistin

Alle Fotos:
Hoesch Bausysteme, BM Simon Rümmele Ansprechpartner Montage: ThyssenKrupp Systembau Austria GmbH Puchsbaumgasse 19 A-1100 Wien Telefon 0043 / 1 / 606 87 60 Ansprechpartner Hoesch Planeel Siding: Hoesch Bausysteme, Josef Sari, Telefon  +43/ 1/  615 46 40-127

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